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Pablo Escobar (gespielt von Andrés Parra) in einer Lagerhalle, während er Geldscheine zählt. Werbeposter für die kolumbianische Telenovela Pablo Escobar, El patrón del mal.

Name der Telenovela:

Pablo Escobar, el patrón del mal (in der Erstausstrahlung behielt sich Canal Caracol das Recht vor, die Serie in der Erstausstrahlung Escobar, el patrón del mal zu nennen)

Land:  Kolumbien
Originalsprache: Spanisch
Fernsehkanal: Caracol Televisión   
Ausstrahlungszeitraum: 28. Mai bis zum 19. September 2012
Uhrzeit: Montags bis freitags ab 21:30   
Folgen:

113 (kolumbianische Erstausstrahlung); 74 (internationale Version)

Idee: Camilo Cano Busquest y Juana Uribe Pachón
Drehbuch: Juan Camilo Ferrand
Regie:

Carlos Moreno, Laura Mora

Executive Producer: Diego Ramírez 
Produzent: Juana Uribe  
Produktionsfirma Caracol Televisión in Zusammenarbeit mit Canokamedia, Producciones en Mente und Plural

Pablo Escobar, el patrón del mal 

Pablo Escobar, el patrón del mal porträtiert das Leben des kolumbianischen Drogenhändlers Pablo Escobar Gaviria von seiner Kindheit bis zu seinem Tod. Die Telenovela basiert auf dem Buch "Das Gleichnis des Pablo" (La parábola de Pablo) (2001) von Alonso Salazar, Journalist und ehemaliger Bürgermeister von Medellín (Kolumbien). Die Telenovela zeigt, wie und mit welchen Mitteln Pablo Escobar zu einem gefürchteten Drogenhändler und Anführer des Medellín-Kartells wurde. Pablo Escobar stellt die Verbindungen des Medellín-Kartells zur kolumbianischen Politik nach und dramatisiert die Verbrechen, die der Drogenhändler in den 1980er Jahren an bekannten kolumbianischen Politikern beging. Die Produzent:innen der Telenovela, Juana Uribe Pachón und Camilo Cano Busquest, waren selbst von Escobars kriminellen Aktivitäten betroffen. Mit der Produktion dieser Telenovela wollten die Produzent:innen, die Erinnerungen der Opfern des Drogenhandels in Kolumbien, insbesondere der Politiker:innen, Journalist:innen, Mitglieder der Sicherheitskräfte und des kolumbianischen Justizsystems erhalten. Viele von ihnen sind mit ihren richtigen Namen in der Telenovela vertreten. Entgegen der Intention der Produzenten weckte die Figur des Pablo Escobar bei einem Teil des Publikums Sympathien.

Aufgrund der Reaktionen, die die Serie beim Publikum und in der kolumbianischen Öffentlichkeit hervorrief, war Pablo Escobar, el patrón del mal die Telenovela, die die Grundlage für das GUMELAB-Projekt schuf. Außerdem brach sie in Kolumbien Zuschauerrekorde und wurde international ausgestrahlt. Die Telenovela wurde in mehr als 33 Länder ausgestrahlt und ist sogar derzeit auf der Streamingplattform Netflix verfügbar. Die Episoden kursierten auch illegal über Facebook, YouTube, Internetseiten sowie auf kopierten DVDs und USB-Sticks. Die Telenovela löste mehrere Kontroversen aus, unter anderem aufgrund des vermittelten Bilds des Drogenhandels als Alternative für den sozialen Aufstieg und die politische Korruption als Konstante in der jüngeren Geschichte Kolumbiens.

 

Quellen- und Literaturhinweise

Contreras Saiz, Mónika (2017): “Narcotráfico y telenovelas en Colombia: entre narconovelas y “telenovelas de la memoria”. Hispanorama, N. 157, 26 – 31.

Reyes, Romina (2013): La historia no oficial del narcotráfico. The Clinic. Online verfügbar unter HTTP : / /WWW. THECL IN IC. CL / 2 0 1 3 / 0 2 / 2 5 / CARLOS - MORENO - D IRECTOR -DE - EL - PATRON - DEL - MA L -EN - COLOMB I A - NO- HUBO -UN - AL LENDE - O -UN - CHE - ACA - LO - QUE - HUBO - ES -UN - PABLO - ESCOBAR /, zuletzt geprüft am 08.09.2019.

Wikipedia (2014): Discusión: Escobar, el patrón del mal/Archivo 1. Online verfügbar unter https://es.wikipedia.org/wiki/Discusi%C3%B3n:Escobar,_el_patr%C3%B3n_del_mal/Archivo_1. zuletzt geprüft am 23.07.2021.

Pablo Escobar, El-Patron del mal Trailer

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